Hunderte Menschen vom IS verschleppt

Hunderte Menschen in der Provinz Homs sind in der Nacht von Kämpfern des „Islamischen Staats“ verschleppt worden. Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Dutzende Christen sollen direkt aus einer Kirche heraus entführt worden sein.

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ haben Hunderte Menschen aus der Stadt Karjatain in der Provinz Homs verschleppt. Das berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Demnach brachten Kämpfer des IS in der Nacht mindestens 230 Menschen in ihre Gewalt. Mindestens 60 Christen, darunter auch Frauen und Kinder, seien direkt aus einer Kirche heraus entführt worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtet, dass die Islamisten Namenslisten von Personen bei sich hatten, die sie entführen wollen. Der IS hatte die Stadt Karjatain in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag eingenommen. Regierungstruppen zogen sich aus der Stadt zurück.

Christen gelten für den IS als „Ungläubige“

Die Terrormiliz hat weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle gebracht, um dort ein radikalislamisches Kalifat auszurufen. Christen sehen sie als „Ungläubige“ an. Im Februar hatten IS-Kämpfer über 200 Menschen aus der Gemeinschaft der assyrischen Christen im Nordosten Syriens verschleppt. Im vergangenen Jahr hatte der IS im Nordirak Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden aus ihren Gebieten vertrieben, getötet oder entführt.

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Kategorien:Politik

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